carwash
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Hachen 2006 Pics+Text
  Inside I am Crying
  Ma sweetzzz
  Die Mp Parddyy
  Love YA !!!
  hau
  Marco Polo
  Marco Polo
  Rachel Bilson + Adam Brody
  Der EINE <3 <3
  Dani !!!!! Das is deine Seite
  Der Hass ( nur für Sonja )
  Nur für dich Leo
  Meine bestfriends im Frontaltest
  ich liebe dich wirklich glaub mir...
  Gästebuch
  Kontakt

   Los leude geht ma drauf !! Und testet euch ...
   Habt ihr mich lieb ?? Beweist es ....
   Das is meine nee keine Homepage von mir
   In oder out entscheide selbst ...
   Ali
   soki
   Celine
   Svenja
   gesucht , klick ,gefunden EBAY !
   Für alle O.C fans
   Viva live
   Pimp my homepage
   Fun Seite
   keinen bok auf teure marken
   hey ! immer auf der suche nach geilen spieln ?

http://myblog.de/carwash

Gratis bloggen bei
myblog.de





Marco Polo
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marco Polo (* ca. 1254 vermutlich in Venedig; † 8. Januar 1324 in Venedig) war ein venezianischer Händler, dessen Familie wohl ursprünglich aus Dalmatien stammte und der durch die Berichte über seine China-Reise bekannt wurde. Kritische Historiker (China-Forschung) haben an der China-Reise Polos inzwischen berechtigte Zweifel, weil z.B. die Chinesische Mauer nicht erwähnt wird, die nach einem 17-jährigen Aufenthalt beim Grosskhan sicher eine Erwähnung wert gewesen wäre.
Vorgeschichte
Bevor die Polos nach Asien zu den Mongolen aufbrachen, hatten vorher schon der Mönch Johannes de Plano Carpini und auch Wilhelm von Rubruk jeweils eine solche Reise in offizieller Mission vor allem des Papstes Innozenz IV. angetreten und später – wieder zurück in Europa – auch ihren Auftraggebern darüber berichtet. Die von diesen Vorgängern mündlich wie schriftlich verfassten Reiseberichte hatten sich nach dem abgebrochenen Mongolensturm im immer noch verängstigten Europa auf Grund ihrer Neuigkeiten schnell verbreitet. So wurden diese Informationen zumindest von all jenen mit großem Interesse aufgenommen, für die aus politischen, religiösen oder geschäftlichen Gründen derartige Nachrichten von besonderem Wert waren. Ob die Polos als Kaufleute mit Orientierung nach der Krim die genannten Reiseberichte kannten, ist unbekannt.
Die Reise seines Vaters und Onkels
Marco Polos Vater Niccolò und sein Onkel Maffeo, beide Juwelenhändler aus Venedig, brachen 1260 zu einer Reise auf, um am Unterlauf der Wolga Edelsteine zu verkaufen. Über Konstantinopel gingen sie nach Sudak (= Soldadia) auf der Krim, wo Marco der Ältere, der dritte der Brüder Polo, ein Kontor betrieb. Somit reisten sie nahezu auf der selben Route, die auch Wilhelm von Rubruk 1253 für seine Mission gen Osten wählte. Nach ihrem Zwischenaufenthalt gelangten sie in das Gebiet, das damals von der Goldenen Horde beherrscht wurde, und haben sich etwa ein Jahr in der Nähe des Dschingis Khan-Enkels Berke Khan an der Wolga aufgehalten. Anschließend wurden sie durch die dort noch herrschenden Kriegswirren immer weiter gen Osten über den Fluss Ural und entlang der Seidenstraße (nördlicher Abzweig nach Südrussland) bis nach Buchara verschlagen. Da sie durch Kriegsfolgen an einer Rückreise gehindert waren, verblieben sie dort drei Jahre und schlossen sich schließlich einer persischen Gesandtschaft an, die auf dem Weg zum Großkhan Kubilai war. In den Wintermonaten 1266 nach einjähriger Reisezeit trafen sie am Hofe des Mongolenherrschers in Peking (= Kambalu) ein, wo sie vom Khan willkommen aufgenommen und empfangen wurden. Dieser gab den Polo mit einer Botschaft an den Papst den Auftrag, ihm gesalbtes Öl aus dem Jesusgrab in Jerusalem und etwa einhundert christliche Gelehrte zum Verbreiten des Evangeliums unter seinen Untertanen zu schicken. Deshalb gingen die Polo wieder nach Venedig zurück, wo sie um 1269 eintrafen. In der Zwischenzeit hatten mehrere Nachfolger den jeweils verstorbenen Papst abgelöst, und auch Marco Polos Mutter war verstorben.
Eigene Reise
Richtung vorderer Orient
angebliche Reiseroute
1271 brachen Niccolò und Maffeo Polo mit Briefen und Geschenken des Papstes wieder auf und nahmen den siebzehnjährigen Marco mit. Der Weg führte sie zuerst ins "heilige Land nach Akko, doch die Kirche konnte dort für Kublai Khan keine christlichen Gelehrten entbehren. So schlossen sich ihnen nur zwei Mönche an, die jedoch bald wieder umkehrten. Auf der nächsten Station in Jerusalem konnten sie das Öl aus dem Jesusgrab ohne Probleme besorgen und es ging anschließend über die den jungen Polo durch ihre bunten Basare beeindruckende Stadt Täbris weiter nach Saweh. Nach Marco Polo waren hier die heiligen drei Könige begraben. Von dort führte sie ihre Reise in die Oasenstadt Jasd, die mit durch Tunnel aus den Bergen herleitetem Wasser gespeist wurde. Marco Polo berichtete aus dieser Stadt, dass die dort hergestellten und Jasdi genannten Seidenstoffe von den ansässigen Kaufleuten mit gutem Gewinn veräußert würden.
Die Reise führte die Polo danach nach Kerman, wo die Juwelenhändler ihre Pferde wahrscheinlich gegen robustere Kamele eintauschten. Nächste Reisestationen waren Rajen, eine Stadt der Schmiede und Herstellungsort kunstvoller Stahlerzeugnisse, und Qamadin, die Endstation einer Route, auf der Pfeffer und andere Gewürze aus Indien herbeigeschafft wurden. Über diese heute zerstörte Stadt schrieb Marco Polo, dass sie öfters von den aus Zentralasien eindringenden Tataren verwüstet worden sei. Der anschließende Besuch der Stadt Hormus, dem heutigen Minab mit seinem mittlerweile versandeten Hafen, hinterließ bei Marco Polo einen starken Eindruck, denn dort wurden Gewürzsorten, Edelsteine, Perlen, Seidenstoffe, Goldtücher und Elfenbein umgeschlagen.
Über Umwege nach Asien
Von hier aus wollten die Handelsreisenden eigentlich über den Seeweg nach China aufbrechen, doch ließ sie der schlechte Zustand der Schiffe in Hormus von ihren Plänen Abstand nehmen. Durch die jetzt notwendigen erheblichen Umwege gelangte Marco Polo 1273 bis vor die Ruinen der Stadt Balch. Die Stadt soll durch die Truppen Dschingis Khans zerstört worden sein. Marco Polo schrieb dazu: „Es standen hier herrliche Paläste und prächtige Marmorvillen, aber heute sind es Ruinen“. Auch in der Stadt Taluquan machten sie halt - Marco Polo beschreibt die Umgebung der Stadt als „sehr schön“. Ihm gefallen besonders die goldgelben Reisfelder, die Pappelalleen und die Bewässerungskanäle. Die Stadt Faisabad war damals berühmt für ihre blaugrünen Lapislazuli-Edelsteine, angeblich die feinsten Lapislazuli der Welt.
Die weitere Reise führte über die Städte Eschkaschem, Qala-e Pandscha, 1274 über Kaschgar am Westrand der Sandwüste Taklamakan und dann über die Oasenstadt Nanhu. Marco Polo berichtet hier von „Geistern, die einen Nachzügler fortlocken konnten, indem sie ihn mit Stimmen riefen, die denen seiner Gefährten täuschend ähnelten. Und nicht selten meinte man, verschiedene Musikinstrumente, besonders Trommeln, zu vernehmen“. Heute wird als Ursache für solche Sinnestäuschungen der durch die Dünen wehende Sand oder pfeifender Wüstenwind angenommen.
In China

Marco Polo in China (Abb. im Buch Il milione, 1298-1999)
Die Stadt Shazhou, heute Dunhuang, war ein Knotenpunkt der damaligen Handelsstraßen. Marco Polo sah in Shazhou erstmals eine große Zahl von Chinesen, die sich damals in einem der größten buddhistischen Zentren Chinas angesiedelt hatten. Marco Polo hatte nun endgültig chinesisches Land erreicht. Die Reisegruppe durchquerte die Städte Anxi, Yumen, Zhangye und kam 1275 in Schangdu an, dem eigentlichen Ziel ihrer Reise. Hier traf Marco Polo angeblich Kublai Khan, den großen Herrscher der Mongolen und Enkel von Dschingis Khan. Kublais Reich erstreckte

sich damals von China bis in das Gebiet des heutigen Irak und im Norden bis nach Russland. Die drei Handelsreisenden ließen sich unter der Obhut des Herrschers hier bis 1291 nieder.
Als Präfekt des Kublai Khan


Marco Polo vor Kublai Khan
Über China erzählte Marco Polo später viele Geschichten, deren Herkunft und Wahrheitsgehalt schon damals in Frage gestellt wurden und bis heute nicht eindeutig geklärt sind. So soll der Großkhan Gefallen an dem jungen Europäer gefunden und ihn zu seinem Präfekten ernannt haben. Als solcher durchstreifte Marco Polo angeblich China über mehrere Jahre nach allen Himmelsrichtungen. Dabei soll er über die Städte Daidu und Xi’an in die Stadt Dali gekommen sein, wo die Leute, damals wie heute, rohes Schweinefleisch mit Knoblauch, Chili und Sojasoße essen. Seinem Bericht zufolge kam Marco Polo das offenbar ziemlich "barbarisch" vor, da er selbst ja aus einer Kultur stammte, die solche Essgewohnheiten nicht kannte. Über die Stadt Kunming gelangte er weiter nach Yangzhou, dem damaligen Sitz der Regionalregierung. In den zahlreichen Handwerksbetrieben dieser Stadt wurden Harnische für die Armee des Khan hergestellt. Anschließend berichtet Marco Polo von der Ankunft in seiner Lieblingsstadt Quinsai, dem heutigen Hangzhou. Er schwärmt von prächtigen Palästen und öffentlichen Warmbädern sowie vom Hafen, in dem Schiffe aus ganz Asien einliefen und Gewürze, Perlen und Edelsteine ausluden.
Als unruhige Zeiten auszubrechen drohten, wollten die Polo zurück nach Venedig reisen. Trotz ihrer Bittgesuche ließ der Großkhan sie nicht ziehen, da sie ihm inzwischen eine wertvolle Stütze geworden waren. Als eine siebzehnjährige Prinzessin zur Vermählung nach Persien geführt werden sollte und der Landweg zu gefährlich war, ergriffen die Kaufleute diese Gelegenheit. Sie schlugen dem Großkhan vor, die Prinzessin über den Seeweg sicher nach Persien zu geleiten. Widerstrebend nahm dieser schließlich das einzig aussichtsreiche Angebot an und erlaubte ihnen damit letztlich die Heimreise.
Rückkehr
Die Rückreise nach Venedig auf dem Seeweg begann 1291 im Hafen von Quanzhou, einer kosmopolitischen Stadt mit Niederlassungen aller wichtigen Religionen. Sie erfolgte auf 14 Dschunken mit insgesamt 600 Passagieren, von denen am Ende nur 17 überlebten. Auf den Zwischenstationen in Sumatra und Ceylon (heute Sri Lanka) beschrieb Marco Polo die dortigen Kulturen. Nach 18 Monaten der Weiterfahrt erreichte das Schiff den persischen Hafen Hormus. Später am Schwarzen Meer im Kaiserreich Trapezunt, dem heutigen Trabzon konfiszierten die dortigen Beamten von den Seefahrern etwa 500 Kilogramm Rohseide, welche die Polos mit nach Hause bringen wollten..
Nach der Reise

Il milione
1295 erreichten die Reisenden schließlich Venedig und wurden zunächst von ihren Verwandten nicht erkannt. Nachdem sie sich zu erkennen gaben, schnitten sie die Säume ihrer Kleidung auf und holten die mitgebrachten Edelsteine hervor.
Einige Zeit später nahm Marco Polo an einem Seekrieg teil, in den Venedig schon seit Jahren mit seinem Erzrivalen Genua verstrickt war. In der Seeschlacht bei Curzola führte er 1298 eine venezianische Galeere und geriet dabei in genuesische Gefangenschaft, in der er bis Mai 1299 festgehalten wurde. Hier wurde er von einem Mitgefangenen, dem auch als Autor anderer Werke bekannten Rustichello da Pisa, gedrängt, ihm den Bericht seiner Fernost-Reise zu diktieren. Als geeignetste Sprache wählten die beiden das ihnen ausreichend vertraute Französische (das allerdings mit Italianismen durchsetzt ist).
Das Ergebnis ging in die französische Literaturgeschichte ein als Le Livre des merveilles du monde ("Das Buch von den Wundern der Welt", 1298). Es ist der erste weitgehend realistische Bericht über die in Westeuropa bis dahin praktisch unbekannten Länder und Völker in Fernost. U.a. wird darin erstmals Japan erwähnt.
Der "Marco Polo" wurde in den nachfolgenden zwei Jahrhunderten sehr viel gelesen, denn mehr als 80 Handschriften sind erhalten, darunter auch von Übersetzungen in andere Sprachen, z.B. ins Italienische bzw. Toscanische als Libro delle meravigilie del mondo und später unter dem Titel Il Milione. Darüberhinaus wurde das Buch von Gelehrten aller Art ausgewertet, vor allem Geographen, die Polos sehr exakt wirkenden Entfernungsangaben für ihre Karten übernahmen. Noch Kolumbus benutzte diese Angaben zur Errechnung der Länge einer Seefahrt quasi hinten herum nach Indien (wobei er aber viel zu optimistisch kalkulierte und verhungert und verdurstet wäre, hätte er nicht Amerika, genauer: eine karibische Insel gefunden).
Schon als schwerkranker Mann schrieb Marco Polo kurz vor seinem Tode Anfang Januar 1324 sein Testament, das erhalten geblieben ist. Hieraus geht hervor, dass er bald nach seiner Freilassung im Jahre 1299 und seiner Rückkehr aus Genua in Venedig Donat Badoer, die Tochter des Kaufmanns Vidal Badoer, heiratete und später Vater von drei Töchtern mit Namen Fantina, Bellela und Moreta wurde. Die beiden ersten waren im Jahre 1324 schon verheiratet und Marco Polo hinterließ allen zum Schluss ein Erbe im Wert von mehr als 70 kg Gold. Von seinem Vater Niccolò Polo ist nur bekannt, dass er um 1300 verstarb, und von seinem Onkel Maffeo kennt man nur ein 1310 angefertigtes Testament.
Tod
1324 starb Marco Polo. Da Kritiker seine Erzählungen für unwahr hielten, wurde er zuletzt von Priestern, Freunden und Verwandten aufgefordert, um seines Seelenheiles willen den Lügengeschichten doch endlich abzuschwören. Dem Bericht seines Zeitgenossen und ersten Biographen Fra Jacopo d´Acupui zufolge soll Marco Polo jedoch auf dem Sterbebett erwidert haben: "Ich habe nicht die Hälfte dessen erzählt, was ich gesehen habe!"
Nach seinem Tode wurde Marco Polo in der Benediktinerkirche von San Lorenzo (Venedig) beigesetzt, in der sein Vater ebenfalls begraben war. Diese Kirche wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts dem Erdboden gleichgemacht.
Marco Polos Haus, welches sich am rechtwinkligen Zusammentreffen des Rio di San Giovanni Crisòstomo und des Rio di San Lio befand, ist 1596 abgebrannt.
Ergebnisse der Marco Polo-Forschung
Handschriften
Über Marco Polo selbst ist nur ganz wenig überliefert, aber immerhin gibt es rund 150 Handschriften seines Reiseberichtes. Der Engländer Henry Yule, der die Polo-Forschung mehr als andere gefördert hat, konnte allein schon achtundsiebzig Manuskripte nachweisen. Davon sind einundvierzig in Lateinisch, einundzwanzig in Italienisch, zehn in Französisch und vier in Deutsch verfasst [1]. Es wird von vielen Forschern angenommen, dass Polo seine Erlebnisse nicht eigenhändig selbst im Gefängnis aufschrieb, sondern höchstens über Notizen verfügte, die er dem Rustichello da Pisa diktierte. Die vergleichenden Forschungen führten zu dem Ergebnis, dass ein Manuskript in altfranzösischer Sprache eine sehr große Nähe zur Urfassung hat. Damit ist das französische Manuskript gemeint, das die Geographische Gesellschaft zu Paris im Jahre 1824 veröffentlichte und welches seitdem als der "Geographische Text" bezeichnet wird. Von weiterem besonderen Interesse für die Forscher ist in dieser Hinsicht auch ein franko-italienischer Text und das lateinische "Zelada-Manuskript", die beide ebenfalls als der Urfassung sehr nahe stehend betrachtet werden [2]. Darüber, welches von diesen drei frühesten Manuskripten einer Originalfassung am allernächsten steht, gibt es bislang keine Einigkeit.
Barbara Wehr, Professorin für Französische und Italienische Sprachwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Forschungsgebiet: Romanische und Allgemeine Sprachwissenschaft, Forschungsprojekt: Marco Polo) vertritt die Auffassung, dass die bislang unter Forschern allgemein übliche Auffassung, Marco Polo habe seinen Reisebericht dem Rusticiano da Pisa diktiert und die Sprache des Urtexts altfranzösisch sei, vielleicht korrigiert werden muss [3]. Ihrer Ansicht nach gibt es mit der lateinische Fassung von Fra Pipino da Bologna einen Strang der Textüberlieferung, welche keinerlei Spuren der französischen Version von Rusticiano da Pisa aufweist. Sie schließt daraus, dass Rusticiano da Pisa sich erst nachträglich in die Textüberlieferung eingemischt hat und dass es einen Urtext gab, der direkt aus der Feder Marco Polos stammte und auf Altvenezianisch verfasst war.
Glaubwürdigkeit seiner Berichte
Schon zu Lebzeiten Marco Polos wurden nicht nur wesentliche Teile seiner Berichte für wenig wirklichkeitsgetreu gehalten, man bezweifelte deren Wahrhaftigkeit sogar zur Gänze. Bis heute ist die Glaubwürdigkeit Polos in der Tat ungeklärt. Die These, er sei gar nicht selbst in China gewesen und gebe in diesem Teil seines Reiseberichtes nur dasjenige wieder, was er im Orient von anderen Chinareisenden gehört hatte, stützt sich laut der britischen Historikerin und Leiterin der British Library Frances Wood u.a. darauf, dass in seinen Reisebeschreibungen nicht die chinesische Mauer, nicht die typischen chinesischen Schriftzeichen oder chinesische und mongolische Bezeichnungen, auch nicht der schon damals in China weit verbreitete Buchdruck, der in dem Land getrunkene Tee, die geschnürten "Lilienfüße" der chinesischen Frauen oder gar die überall verwendeten Essstäbchen erwähnt werden - kaum nachvollziehbar für jemanden, der angeblich als Präfekt des Großkhans rund zehn Jahre im ganzen chinesischen Lande umhergereist sein will. Auch wenn die chinesische Mauer in ihrer Gestalt und im heutigem Verlauf erst in der Ming-Dynastie und damit nach Marco Polos Tod fertiggestellt wurde, waren doch große Abschnitte derselben schon vor Marco Polos Zeiten zur Abwehr mongolischer Überfälle errichtet worden. Verstärkt werden die Zweifel auch durch auffällige Ungenauigkeiten von Beschreibungen gerade aus dieser Region, obwohl er Reiseeindrücke aus anderen Gegenden wiederum sehr präzise schildert.
Wood zufolge sind es gewichtige Dinge, von denen er nicht berichtet, obwohl er 17 Jahre am Hof des Chinesischen Kaisers gedient haben und später als Präfekt des Großkhans im ganzen Land herumgekommen sein will. Hier stellt sich allein schon die Frage, ob der Kaiser von China einen Fremden aus einem ihm gänzlich unbekannten Land tatsächlich zu einem seiner ranghöchsten Mitarbeiter gemacht hätte. Es bleibt daher fraglich, ob Marco Polos Reisebericht tatsächlich authentisch ist oder ob er nur das aufschreiben ließ, was er unterwegs von anderen China-Reisenden aufgenommen oder von Vater und Onkel gehört, aber selber niemals mit eigenen Augen gesehen hat. Der Fachwissenschaftler Prof. Herbert Franke ist daneben der Auffassung, dass sich Marco Polo bei seinen Schilderungen arabischer und persischer Quellen bedient haben muss und deren Fehler gleich mit übernahm [4].
Dietmar Henze, der Autor der "Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde" sichtete nahezu alle alten Reiseberichte weltweit und hat sie ausgewertet. Im Beitrag über Marco Polo analysiert er auf 370 Seiten seine Reisebeschreibung mit bislang einzigartiger Sorgfalt, setzt sie zu den darin aufgeführten geographischen Gegebenheiten in Beziehung und vergleicht jeden Satz aus dem Reisebericht mit den Berichten späterer Reisender. Abschließend kommt er zu dem Ergebnis, dass Marco Polo sicherlich nie in China gewesen ist und seinen Bericht aus fremden mündlichen Schilderungen frei zusammengesetzt haben muss. Über Marco Polo fällt er wörtlich folgendes Urteil: „Seine ganze lange vorgegebene Reise indes - und das zu klären, war hier erste Aufgabe - ist ein blankes Fabelstück, um es deutlicher zu sagen: der kolossalste Schwindel der globalen Entdeckungsgeschichte.“ [5].
Dessen ungeachtet stellt die Historikerin Frances Wood ausdrücklich klar, dass es - unabhängig von der Wahrhaftigkeit des Polo'schen Berichtes - gerade ihm zu verdanken ist, dass sich ein reger Verkehr zwischen West und Ost entwickelte.
Falsche Details
Konstruktion von Katapulten
Die Behauptung, dass Niccolò und Maffeo Polo zur Belagerung von Xiangyang (Sa-jan-fu) Katapulte, "wie man sie im Abendlande brauche", konstruiert hätten, ist nachweislich falsch. Einerseits waren nach chinesischen Quellen die Erbauer dieser Kriegsgeräte zwei Muslime namens Ala-ud-din und Ismail und andererseits war die genannte Blockade dieser Stadt schon 1274 beendet, also ein Jahr vor dem Eintreffen der Polos in China [6].
Präfekt oder Statthalter
Für die Behauptung, Marco Polo wäre vom Großkhan zum Präfekten gemacht worden, gibt es keinen einzigen Beleg und in den älteren Manuskripten ist davon auch nicht die Rede. Auch geht die Behauptung, dass er "im besonderen Auftrage Sr. Majestät" in Yangzhou (Jan-gui) für drei Jahre den Posten des Statthalters bekleidete, lediglich auf die Flüchtigkeit eines Textkopisten zurück, der aus einem "sejourna" = "sich aufhalten" ein "seigneura" = "herrschen" gemacht hatte. Und so beförderte der Marco Polo-Biograph Alvise Zorzi ihn mit Formulierungen wie "es hat den Anschein" und gewinnt man den Eindruck" zum Aufseher oder Leiter der Salzadministration



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung